DAX nimmt Kurs auf 15.000 Punkte – Hedgefonds-Pleite wird zunächst abgehakt

Jochen Stanzl (jochen.stanzl/boersenecho.de)
| 30.03.2021 09:27


Es sieht alles danach aus, als würde der Schaden durch die Hedgefonds-Pleite auf die Institute begrenzt bleiben, die direkte Gegenparteien waren. Auch die Deutsche Bank gibt Entwarnung, die Aktien aus dem Sektor starten die Erholung nach dem Schock gestern. Und die Börse sieht ebenfalls kein Risiko für den Gesamtmarkt, die Angst vor einem beschleunigten Ausverkauf bei den schon angeschlagenen Technologieaktien dürfte vorübergehen. Dennoch sollte sich das Umfeld für diesen Sektor so schnell nicht wieder aufhellen.

Stattdessen steigen Dow Jones und Deutscher Aktienindex auf neue Rekordniveaus. Wir nähern uns dem Ende der virtuellen Welt in der Pandemie, und wenngleich ein bisschen davon übrig bleiben wird, wünschen sich die Menschen eine Rückkehr in so viel Normalität wie nur möglich. Dieser Wunsch spiegelt sich auch in den Entscheidungen der Anleger unter ihnen wider und Value-Aktien bleiben gesucht, während Technologieaktien keine Stabilität auf dem Weg nach oben aufbauen können.

Die Pleite des Hedgefonds ist auch ein Indiz für die spekulative Überhitzung, in der sich einige Tech-Aktien befinden. Wer in diese Aktien investiert, muss das Risiko weiterer Schieflagen einkalkulieren, wann immer die Kurse im Nasdaq wieder ins Rutschen kommen. Anleger bleiben derzeit fixiert auf das, was nach der Pandemie kommen wird. Und da sind die Geschäftsaussichten für Value-Aktien einfach besser als für Tech-Werte. Die Pandemie ist an den Märkten hinter Zins- und Inflationsrisiken bereits auf den dritten Platz der Risikofaktoren abgestiegen. Für viele an der Börse spielt sie kaum mehr eine Rolle.



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